GMAC-Thread

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DO8UDO
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von DO8UDO » Mo 22. Aug 2022, 07:50

Hallo DG1FBN,
ich hatte den FT-818 und eine einfache Drahtantenne am GFK Mast dabei.
Aber ich steck noch in den Kinderschuhen im Bereich Funk und lerne immer was Neues dazu. Aber genau das macht es auch interessant.
Gelernt: Drahtantenne+144MHz+SSB+vertikal=weniger gut.

Das eine QSO war aber toll. Es ging fast über 20min. Der OM (83 Jahre alt) hat mit gesagt ich solle mir mal eine HB9CV Antenne anschauen.
Hatte ich dann abends noch gemacht.
An das senkrecht=FM und horizontal=SSB habe ich nicht mehr gedacht. Jetzt muss ich mal schauen was die Bastelkiste so hergibt. So ein Ding sollte doch auch als Eigenbau möglich sein. Anleitungen gibt es ja genug. Dann probiere ich das nächstes Mal einfach nochmal aus. Eventuell werden es dann 1+N QSO's :roll:
Es ging mir in erster Linie auch nur um den Spaß an der Sache, und den hatte ich trotzdem.

Überrascht war ich allerdings, was auf 15m noch los war, und was da mit 6Watt möglich war. So ein erhöhter Standort ist klasse.
Auch wieder mit einer Monoband-Drahtantenne am Mast bin ich noch gut verständlich bis nach Gibraltar gekommen. Das hat meinem Anfängerherz gefallen.

Viele Grüße und einen angenehmen Wochenstart,
Udo

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do2udx
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von do2udx » Mo 22. Aug 2022, 08:38

Moin,

kurze Antwort weil auf /m Tippen ist nicht so dolle :lol:

SSB, Google mal nach SOTA :? Quad
FM (und natürlich auch SSB), wenn Selbstbau, nach DK7ZB, hab ich selbst, ist für mich genial.

Gibt natürlich auch genug zu kaufen

73 aus dem Harz, Marc/p

dg1fbn
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von dg1fbn » Mo 22. Aug 2022, 08:46

Hi,
Ja, ohne groß Gewinn, "falsche" Polarisation und dann nur 6W könnte je nach Location auch mal schwer werden.
Bezüglich HBCV, ja die ist grundsätzlich gut, klein, leicht und dafür im Verhältnis zum Volumen/Gewicht ordentlicher Gewinn.
Der Abstimmkondensator ist aber portabel bei vielen so ne Sache die gerne mal ägerlicherweise auf dem Berg kaputt geht.

Ich habe mich daher für ne 4-El nach DK7ZB entschieden. Google da mal nach Lightweight Portabel DK7ZB.
Ist zwar etwas größer, dafür mehr Gewinn und quasi keine Teile die kaputt gehen können am Berg.

Bezüglich GMAC, schau das du Dienstags gut nach Westfahlen raus kommst, dort ist ein gro der Stationen und am Sonntag Richtung Tschechien/Ost/SüdOst, das hilft auch immer noch etwas wenn du in die Richtungen keine großen Berge im Weg hast.

Dann wird das schon...

PS: Schönen Shack hast du ;-) Gratulation zum schönen Gerät

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dg7acf
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von dg7acf » Mo 22. Aug 2022, 11:50

Hej Udo,

willkommen im einzigen Bergfunk-Marathoncontest!

Es ist wie immer beim Funken, mit mehr Erfahrung wachsen die Erfolge. Das betrifft die eigene Ausrüstung, Antenne, Betriebstechnik, den Standort, den Ablauf eines Contest. Guck' Dir mal die GMAC-Ergebnisse von 2017 bis heute im Vergleich an. Da zeigen sich einige Lernkurven. ;)

Ergänzend zu Maltes und Marcs Tipps hier meine Prioliste, wenn ich in Deiner Situation wäre:
  • Horizontal polarisieren. Selbst ein einfacher Dipol ist für SSB besser als jede Vertikalantenne. Neben den theoretischen 20 dB Differenz bei falscher Polarisation kommt bei H-Polarisation auf dem Berg nämlich noch ein erheblicher Ground Gain dazu. Diesen Punkt ggf. in einem Abwasch mit Punkt drei abarbeiten.
  • Standort optimieren. Deiner von gestern hatte in kürzester Entferneung 200 m höhere Berge in den östlichen Richtungen vor der Nase. Das ist suboptimal, weil die meisten Bergstationen am Sonntag in Bayern, Thüringen und Hessen stehen. Je weniger Wald, Bebauung und Unlizenzierte auf dem Berg sind, desto besser.
  • Antennengewinn optimieren. Die DK7ZB-Yagi-Designs in 50 Ohm sind einfach nachzubauen. Für den Anfang reicht eine erwähnte Leichtbauweise. Bei häufigem Gebrauch brechen die Plastikclipse aber gerne ab, vor allem bei niedrigen Temperaturen. Auch die Mehrfachquads und -oblongs von DK7ZB sind bei Bergfunkern beliebt.
  • Mehr Ausgangsleistung. 25 W machen einen großen Unterschied zu QRP. Der Sprung auf 50 W ist danach nochmal spürbar.
Welche Batterien hast Du? Würdest Du den FT-991 auch mal ausführen wollen?

Ahoi aus Flachland
Pom
Mächtig dxig, Egon!

DO8UDO
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von DO8UDO » Mo 22. Aug 2022, 20:10

Hallo zusammen,
ich danke euch ganz herzlich für die ganzen Tipps. Na da werde ich mich über die vorgeschlagenen Antennen informieren und schlau machen und
jetzt wohl auch interessehalber upgraden müssen. Ist schon eine spannende Sache.

@Pom:
Hatte einen 18Ah LiFePO4 Akku dabei. Du meinst sicher, dass ich diesen mal an den 991 ran klemmen könnte.
Habe in der Anleitung nachgeschaut und die Leistungsaufnahme des 991 wäre 15A bei 144MHz und 50W. Der max.
Entladestrom des Akkus beträgt 35A. Wäre also denkbar. Muss ja nicht volle Power sein.

Also, euch noch einen schönen Abend und nochmals danke.
Gruß Udo

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DB7MM
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von DB7MM » Mo 22. Aug 2022, 20:59

Hallo Udo,

auch von mir noch ein "Herzlich willkommen!"
Die meisten Punkte sind ja schon genannt, hier noch meine Ergänzung:
  • Auf UKW ist der Standort das A und O. Wie Pom schon schrieb: Du warst immer noch im Stuttgarter Talkessel, nach Osten von höheren Bergen umgeben. Der 3. Sonntag lebt vor allem von den Stationen aus OK, weil die 8:00 - 11:00 UTC den OK activity contest haben. Wenn Du da aus der Stuttgarter Ecke keine gute Sicht Richtung Osten hast, dann fehlen Dir die meisten Gegenstationen. 9A und S5 wird für Dich natürlich eher eine Herausforderung.
    Der Standort muß nicht zwingend besonders hoch sein, wichtig ist die freie Sicht.
  • Auch mit 5-6W kann mit brauchbarer Antenne und brauchbarem Standort im GMAC einige QSOs fahren. Schau Dir die Logs von DO1NPF an, der ist auch nur mit FT-818 und kleiner Antenne unterwegs. Für die Spitzengruppe im GMAC braucht man natürlich mehr, da sind 50 - 100 W und 2x 5ele Yagi oder 6-7 ele Yagi nötig.
  • Der GMAC spielt sich wie die meisten UKW-Conteste zu 99% in SSB ab. Also auf SSB konzentrieren. Da wirst Du auch feststellen, daß man in SSB beim Senden den Spitzenstrom aus der Geräteanleitung nur kurz in den Modulationsspitzen zieht. Mit dem 19Ah Akku solltest Du mit dem FT-991 und 50W Spitzenleistung die ganzen 4 Stunden GMAC schaffen. Ganz anders in FM, das ist Dauerstrich, das frißt Akku.
  • Gerade als kleine Station ist das Anrufen anderer Stationen oft erfolgreicher als selber CQ zu rufen. Von einem passenden Standort solltest Du schon rund 5 OK-Stationen hören, die CQ rufen. Mit etwas Geduld hören die Dich dann auch.
Du kannst am 3. - 4. September von 14:00 - 14:00 UTC schon mal potentielle Standorte testen. Da ist der große DARC 2m Contest, da ist der SSB-Bereich voll mit starken Stationen.

73 de Michael, DB7MM

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dg7acf
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von dg7acf » Mo 22. Aug 2022, 21:38

DO8UDO hat geschrieben:
Mo 22. Aug 2022, 20:10
Hatte einen 18Ah LiFePO4 Akku dabei. [...] Wäre also denkbar. Muss ja nicht volle Power sein.
Quatsch, alle Regler nach rechts! *headbanging emoji mit pommesgabel*
Das Leben ist zu kurz für QRP und außerdem ist es der Gegenstation gegenüber unhöflich, ein schwächeres Signal als möglich anzubieten. ;)

Gefühlt sind 18 Ah mit 50 W SSB mit nahezu 1:1 TX/RX-Zyklen (plus zwei Teekoch-und-Kekse-Pausen) für mehr als 4 Stunden GMAC gut. Zum Vergleich: Ein FT-857 läuft gute drei Stunden mit 6,6 Ah LiFePo bei 50 W SSB. Ist jetzt nicht wirklich vergleichbar, denn der Knackpunkt ist in diesem Fall die Mindestspannung, die der TRX sehen will, um ein sauberes Signal zu erzeugen. Die liegt beim FT-991A sicherlich deutlich höher. Mit einem 18 Ah-LiFePo-Akku und der dementsprechend flachen Entladekurve "bist Du da schon gut aufgestellt" (10 Euro in die Bullshit-Bingo-Kasse!). Die höhere RX-Stromaufnahme des FT-991A spielt bei dieser Kapazität m.E. keine entscheidende Rolle.

Wie so oft mein Rat: Machen!
Wenn Du den 991 nicht zu schade für draußen findest, dann gib volle 50 W auf 2 m. Bitte berichte später, wie lange der Akku durchgehalten hat bzw. wie viel Kapazität entnommen wurde.

Ahoi
Pom
Zuletzt geändert von dg7acf am Mo 22. Aug 2022, 22:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von dg7acf » Mo 22. Aug 2022, 21:49

DB7MM hat geschrieben:
Mo 22. Aug 2022, 20:59
  • Gerade als kleine Station ist das Anrufen anderer Stationen oft erfolgreicher als selber CQ zu rufen.
Da ist selbstverständlich richtig, Michael. Wer aber nicht selbst CQ* ruft, wird nie herausfinden, wozu seine Station wirklich fähig ist. OK1KAD oder DB7MM/p anzurufen und zu loggen ist mit etwas Willen vermutlich einfach. Die "normalen Stationen", die auf einen CQ-Ruf zurückkommen, verraten einem aber wie gut Standort und eigene Station sind.
Und sollte irgendwann mal gar keiner rufen, käme auch kein QSO mehr zustande. Also bitte immer CQ rufen, wenn im Contest die Big Guns gearbeitet sind oder außerhalb des Contest das Band tot erscheint. Wenn nach ein paar Minuten keiner zurückkommt, ist halt die Zeit oder die Frequenz gerade nicht die richtige.Wer nie selbst CQ ruft, ist kein wahrer Funkamateur.

Ahoi
Pom

*CQ als Kurzform der deutschen Sprechfunkversion "allgemeiner Anruf" (nur aus Faulheit des Autors gewählt).
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Re: GMAC-Thread

Beitrag von DB7MM » Mo 22. Aug 2022, 23:24

dg7acf hat geschrieben:
Mo 22. Aug 2022, 21:38
Quatsch, alle Regler nach rechts! *headbanging emoji mit pommesgabel*
Die 50 W sind beim FT991 bereits Maximalleistung. Da sind wir auch beide der Meinung, daß der 18 Ah Akku für einen GMAC mit dem FT-991 bei vollen 50 W reichen sollte.
Was "Alle Regler nach rechts!" angeht: Pom, Du solltest Udo nicht gleich verderben! Sonst endet er wie mache Conteststationen, die vor lauter Übersteuern der Endstufe dann über das halbe Band splattern.
dg7acf hat geschrieben:
Mo 22. Aug 2022, 21:38
Das Leben ist zu kurz für QRP und außerdem ist es der Gegenstation gegenüber unhöflich, ein schwächeres Signal als möglich anzubieten. ;)
Quatsch: Manche Stationen lieben die Herausforderung, möglichst leise Stationen aus dem Rauschen rauszuhören. Die bekommen dann ein DP-Präfix (wie QRP) zugeteilt. Wenn man so eine DP-Station hört, dreht man die Leistung auf Minimum und die Antenne weg. Die DP-Station freut sich dann, wenn sie ihre spitzen Ohren unter Beweis stellen kann und mit 10x nachfragen dann schließlich doch alle Infos ins Log bekommt. :lol:
dg7acf hat geschrieben: Und sollte irgendwann mal gar keiner rufen, käme auch kein QSO mehr zustande. Also bitte immer CQ rufen, wenn im Contest die Big Guns gearbeitet sind oder außerhalb des Contest das Band tot erscheint. Wenn nach ein paar Minuten keiner zurückkommt, ist halt die Zeit oder die Frequenz gerade nicht die richtige.Wer nie selbst CQ ruft, ist kein wahrer Funkamateur.
Da solltest Du mit gutem Beispiel vorangehen und beim nächsten GMAC ausschließlich CQ rufen. Nicht, daß Du wieder anderen Stationen wie SP6KEH (sic!) antwortest, deren Rufzeichen Du hernach falsch aufschreibst. Am besten beim CQ rufen auch nur die Stationen drannehmen, die mindestens 10x antworten. Dann bist Du Dir sicher, daß Du das Rufzeichen auch richtig verstanden hast. :lol:

73 de Michael, DB7MM

P.S. Dieser Beitrag enthält 72% der Tagesdosis Ironie für einen ausgewachsenen Funkamateur. :lol:

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Re: GMAC-Thread

Beitrag von dg1fbn » Di 23. Aug 2022, 09:51

Hi,
Sonst endet er wie mache Conteststationen, die vor lauter Übersteuern der Endstufe dann über das halbe Band splattern.
Da sagst du was Michael :lol: Ich kann mich noch an einen GMAC Dienstag vor ein paar Jahren erinnern wo ich auf dem Pferdskopf (DA/HE-019) saß mit meiner "kleinen 4-El. und 20W" und eine bekannte GMAC Top Ranglistenstation vom Feldberg (DM/HE-003) aus mit gefühlten 2000W und 150dB gain Richtung Westfahlen über mich hinweg ballerte :D

Da hatte der Empfänger vom FT818 arg zu kämpfen...
Daher, Augen auf bei der Gipfelwahl... seit dem schaue ich immer in die Ankündigungen ob nicht direkt einer hinter mir in der Einflugschneise sitzt 8-)

Aber nochmal zu Udo,
Übertreibs nicht, die beiden hier liefern sich jedes Jahr nen Krimi... klar, wenn du nach Platz 1-3 strebst, musst du mittlerweile ordentlich was auffahren und vor allem 100% Ausdauer haben. Das tut aber erstmal wirklich nicht Not um Spaß zu haben.

Die Tipps sind alle super, selbst wenn du davon nur die Hälfte umsetzt wirst du viele Stationen arbeiten können.
Den 991 mal mit zu nehmen halte ich wenn er dir wie gesagt nicht zu schade ist für ne gute Idee. Dazu ne 4-El. und ein min. mittelmäßiger Berg und die Sache geht klar.

Der Rest ist Lernkurve.

Mit dem CQ Rufen habe ich ähnliche Erahrungen gemacht, Stationen arbeiten geht deutlich besser als CQ rufen.
Ich rufe meist CQ wenn zwischendrin oder ab Stunde 2 dann die meisten stationären abgegrast sind, meist kommen da bei mir aber nicht mehr wie 3-4 QSOs zustande, aber besser als abbauen :D Daran muss ich definitiv noch arbeiten.

Hier vielleicht mal eine Frage an die beiden Aces :D
Wie haltet ihr den Mix aus CQ und S&P?
Ich habe oft das Gefühl, einige WNA (bin ja meist Di. aktiv) Stationen sind irgendwann weg, wenn man die nicht schnell genug arbeitet kommen die meist nicht wieder am Abend. Wohingegen einige die anfangs CQ rufen später mal übers Band drehen, ruft man dann zu spät CQ (sofern man überhaupt gehört wird) verpasst man die auch.
Wie haltet ihr das?

Gruß
Malte.

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